(R) Singe, fliege, Vöglein, stirb

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Autorin: Janet Clark
Preis: 12,00 € (Klappenbroschur)
Seitenanzahl: 336
← ©/Verlag: Loewe
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Erschienen: März '14
Wertung: 3 von 5 Lesekatzen

Leseprobe: *hier*
Kaufen? erhältlich in deiner Buchhandlung vor Ort







Letzte Woche hatte ich noch ein Leben. Einen Job. Einen Freund.
Vor fünf Minuten hatte ich zumindest Hoffnung.
Jetzt habe ich nur noch Angst.


Seit Ina die Leiche einer getöteten Mitschülerin gefunden hat, läuft ihr Leben mehr und mehr aus dem Ruder. Weil sie ihren Freund Aaron, der wegen der Tat befragt wird, vehement gegen die Anschuldigungen verteidigt, zieht ein riesiger Shitstorm über sie und ihre Familie hinweg. Dann wird sie plötzlich selbst des Mordes verdächtigt. Und zu allem Überfluss taucht wie aus dem Nichts ein Freund von früher auf, der eine alte Schuld einfordert. Bald versinkt Ina in einem Netz aus Lügen und kann niemandem mehr trauen – nicht einmal Aaron.



Letzte Woche hatte ich noch ein Leben.


Die Handlung wird aus den Perspektiven von Ina und Aaron geschildert. Von Anfang an wird klar, dass Aaron ein großes Geheimnis hat.

Die Sprache des Romans war ziemlich jugendlich, zum Beispiel sagte Aaron oft 'ne oder 'nem. Es ist aber nicht zu aufdringlich oder nevig. Wenn man jedoch gezielt darauf achtet, sind die Abkürzungen schon etwas anstrengend. WhatsApp und Facebook sind ein großes Thema. Das finde ich schon sehr gut, denn das Internet und die sozialen Netzwerke sind heutzutage ja ein wirklich wichtiger Faktor im Leben von Jugendlichen geworden.

Die Geschichte ist schon sehr spannend und liest sich sehr flüssig. Janet Clark hat in ihrem Thriller deutlich gezeigt, dass man aufpassen muss, was man im Internet verbreitet und es schnell sein kann, dass man plötzlich selbst zum Opfer wird. Das Ende beziehungsweise die "Auflösung" war recht unspektakulär und das hat mich schon sehr enttäuscht.

Manche Stellen haben mich ziemlich verwirrt. Ina konnte Aaron nicht mehr trauen, Aaron konnte Ina nicht mehr trauen - zwischendurch war es für mich dann schon etwas anstrengend.

Erst nach dem Lesen habe ich von einer Bloggerin erfahren, dass Janet Clark ihren Lesern mit ihrem neuen Thriller zeigen wollte, wie leicht man heuzutage Menschen - mit Hilfe des Internets - manipulieren kann. An sich ist das natürlich ein interessanter Aspekt, aber  das war für mich dann letztendlich nur ein schwacher Trost. Schade, dass ich es nicht vor dem Lesen mitbekommen habe.

Eigentlich bin ich ein sehr großer Fan von den "Blümchen-Cover-Thrillern" - wie manche die Bücher nennen. Ich schätze, ich muss "Singe, fliege, Vöglein, stirb" irgendwann noch einmal lesen.
 




Mit elf Jahren schrieb Janet Clark ihren ersten Roman. Obwohl die einzige Leserin sofort von der Qualität überzeugt war, brauchte es viele Umwege über diverse Länder und Berufe bis zu Janet Clarks zweitem Werk. Dieses war auf Anhieb ein Erfolg und seitdem wächst ihre Fangemeinde täglich. Singe, fliege, Vöglein stirb ist ihr dritter Thriller für Jugendliche. Heute lebt die Autorin mit ihrem Mann und drei Kindern in München.

Bücher von Janet Clark:
Schweig still, süßer Mund (2012)

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