(R) Ich und Earl und das sterbende Mädchen

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Autor: Jesse Andrews
Originaltitel: Me and Earl and The Dying Girl
Preis: 14,99 € (Gebunden)
Seitenanzahl: 304
← ©/Verlag: Heyne
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Erschienen: September '13
Wertung: 2 von 5 Lesekatzen
Leseprobe: *PDF*
Kaufen? erhältlich in deiner Buchhandlung vor Ort









Was Greg mag: sich in der Schule so unauffällig zu verhalten, dass er nahezu unsichtbar wird. Gelegentlich mit seinem Freund Earl einen Film zu drehen. Seine Ruhe. Was er nicht mag: die Idee seiner Mutter, der todkranken Rachel beizustehen. Womit er nicht gerechnet hat: Rachel selbst, die keinen braucht, der sie bemitleidet, und die ihre ganz eigene Vorstellung von jenen Tagen hat, die ihre letzten sein könnten …
Die Taktik des siebzehnjährigen Greg ist ganz klar: Sich möglichst aus allem raushalten, so übersteht man die Highschool-Jahre am besten, ohne in irgendeiner unliebsamen Clique zu stranden. Einzig mit dem zynischen Earl ist Greg befreundet – wobei »befreundet« es nicht ganz trifft. Earl und er haben vielmehr ein gemeinsames Projekt. Sie drehen Filme, in denen sie den Klassikern der Filmgeschichte nacheifern. Als Gregs Sandkastenfreundin Rachel an Leukämie erkrankt und Greg sich »um sie kümmern« soll, sieht er nur eine Chance, dem Auftrag nachzukommen und gleichzeitig seinen Prinzipien treu zu bleiben: Greg und Earl drehen einen Film für Rachel. Und irgendwann währenddessen kommt Greg dann doch aus der sicheren Distanz hinter der Kamera hervor und nimmt von Rachel Abschied...


"Ich habe keine Ahnung, wie ich dieses bescheuerte Buch schreiben soll."


Das Originalcover wirkt auf mich viel lebendiger als das deutsche Cover. Nebenbei hat der Originaltitel irgendwie einen richtig tollen Rhythmus. :D Das Buch an sich - ohne Schutzumschlag - gefällt mir von der Farbe sehr gut. 

Die Kapitelüberschrift sieht man auf einer Leinwand neben der eine Filmkamera steht. Die komplette Gestaltung gefällt mir sehr gut. Da hört es mit der positiven Bewertung aber auch schon auf.

Greg ist anders als andere Jugendliche - vielleicht ein bisschen zu viel "anders". Hier mal ein Beispiel:
 

"Ich fasse es nicht, dass ihr immer noch dabei seid, das hier zu lesen. Am besten, ihr haut euch gleich mal selber ein paar rein, nur um die unsäglich bescheuerte Erfahrung, die dieses Buch darstellt, vollkommen zu machen." (Seite 90)

Es war für mich schwer herauszufinden, was Greg geistig ist: Ein Erwachsener oder ein Kind? Der Autor schien sich nicht sicher zu sein, was für eine Person sein Protagonist sein soll. Greg verhält sich wie ein Kind, aber zwischendurch gibt er plötzlich schlaue und vernünftige Sätze von sich. 

Ich habe den Sinn des Romans nicht verstanden. Wo ist der Film, von dem in der Kurzbeschreibung die Rede ist? Ist schon einmal jemandem aufgefallen, dass viele Kurzbeschreibungen den Leser in die Irre führen? Hier ist es genauso. Ich habe Seite um Seite auf den "Film" gewartet und das was am Ende dabei rauskommt ist ein schlechter Scherz.

Zwischendurch war die Schreibweise auch ein bisschen obszön. Ich weis gar nicht was ich zu dem Buch sagen soll. Es war gut und gleichzeitig miserabel. Ich bin mir nicht mal sicher ob der Roman überhaupt 2 Lesekatzen verdient hat. Vielleicht hat es gerade deshalb 2 Lesekatzen verdient, weil Greg selbst oft genug zugegeben hat wie bescheuert sein Buch ist.





Jesse Andrews hat einen Harvard-Abschluss und lebte schon in Spanien und Deutschland (wo er in einer Jugendherberge arbeitete). Er kommt ursprünglich aus Pittsburgh, Pennsylvania, und wohnt derzeit in Brooklyn, New York. Ich und Earl und das sterbende Mädchen ist sein Debüt-Roman.


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