(R) Das göttliche Mädchen

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Autorin: Aimée Carter
Originaltitel: The Goddess Test
Preis: 9,99 € (Broschiert)
Seitenanzahl: 304
Verlag: MIRA Taschenbuch
Erschienen: Mai '12
Wertung: 4 von 5 Lesekatzen
Leseprobe: *hier*
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Bildquelle: buecher.de





Sie sind nach Eden gekommen, weil es der Wunsch ihrer sterbenskranken Mutter ist. Hier lernt Kate den attraktiven und stillen Henry kennen. Seit der ersten Begegnung fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm hingezogen. Er sieht so gut aus und scheint gleichzeitig so ... unendlich traurig zu sein.
Bald erfährt Kate, warum: Er ist Hades, der Gott der Unterwelt! Und er macht ihr ein unglaubliches Angebot: Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein geliebtes Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele für ein Winterleben stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.



"Wie ist es diesmal passiert?"


 
Kate muss - auf Wunsch ihrer Mutter - nach Eden ziehen. Wenn sie nicht gerade ihre schwerkranke Mutter pflegt, geht sie hin und wieder noch zur Schule. Dort trifft sie auf Ava - ein Mädchen, das erstaunlicherweise eifersüchtig auf Kate zu sein scheint. Sie lädt Kate zu einer Party ein, holt sie Abends ab und führt sie auf ein verlassenes Grundstück. Dort angekommen, lässt sie Kate einfach stehen und verschwindet. Der einzige Weg zurück: schwimmen. Ava springt in den Fluss und verliert ihre Bewusstsein - sie hat sich den Kopf angestoßen.

Kate nimmt all ihren Mut zusammen und springt Ava hinterher - obwohl sie nicht schwimmen kann und Albträume sie seit Jahren deswegen quälen. Sie schafft es, Ava ans Ufer zu schaffen. Diese ist jedoch schon tot. Plötzlich steht ein junger Mann hinter ihr - Henry - und bringt Avas Kopfverletung wieder in Ordnung. Dafür musste Kate ihm versprechen, dass sie alles dafür tun wird, damit Ava wieder lebendig wird. Pünktlich zur Herbst-TagundNachtgleiche steht Henry mit seinem Butler vor Kates Tür. Er will, dass sie ihn nach Eden Manor begleitet und beide dort den Herbst und den Winter gemeinsam verbringen. Sie soll Sieben Prüfungen bestehen und danach seine Frau werden.

Schon nach wenigen Seiten stellt Henry die Vermutung auf, die Mädchen wurden ermordert. Seine gute Freundin Diana motiviert ihn, es noch mit diesem einen Mädchen zu versuchen, sonst wird ein anderes Familienmitglied Herrscher über die Unterwelt werden.

Von Anfang an, hat mich die Geschichte irgendwie gereizt. Nachdem Ava an dem Sprung in den Fluss stirbt, schockiert die Autorin mit der Beschreibung der Kopfverletzung so sehr, dass man plötzlich hellwach ist und das Herz rast wie verrückt. Das war der Zeitpunkt, an dem ich mich in das Buch verliebte. Als Henry Ava von den Toten zurückbringt und Kate ihr am nächsten Tag alles erzählt, werden die beiden quasi beste Freundinnen. Das hat mir sehr gut gefallen, denn Kate konnte mit ihren Worten zu Ava durchdringen, so dass diese mit ihrem Freund Schluss macht.

Von dem Gesamtbild und der Auflösung war ich jedoch etwas enttäuscht. Der Schreibstil war bezaubernd, deshalb merkte man kaum die Kleinigkeiten. Das Komplettpaket war einfach zu perfekt. Kate findet in ihrem ruhigen und etwas traurigen Leben den perfekten Mann - er ist zwar weder lebendig noch tot, aber trotzdem zum Anbeißen. Von den Prüfungen brauche ich gar nicht erst anfangen, sonst muss ich soviel Spoilern. Ich dachte, sie muss sich da durch die Wildnis kämpfen um irgendwelche Tests zu bestehen, schließlich ist das Mädchen vor ihr ja ertrunken. Aber anscheinend ist die wohl einfach nur in den Fluss gefallen, der neben dem Anwesen von Henry/Hades liegt.

Den Mörder der Elf Mädchen vor Kate habe ich mir eigentlich gruseliger vorgestellt. War dann doch nicht so erschreckend. Schade finde ich auch, dass die ganze Geschichte hauptsächlich auf dem Anwesen von Henry stattfindet. Da Kate Sieben Prüfungen bestehen muss, habe ich mir schlimmeres vorgestellt als: Hör auf zu essen. Jedoch bemerkt man das vorerst kaum, denn der Schreibstil ist so fesselnd und generell ist die Handlung sehr gut aufgebaut. Erst gegen Ende kommen die großen Enthüllungen und da hab ich mich dann schon gefragt, ob das ein Witz sein soll. Sehr schade. Noch so nebenbei: Das Buch gibt auch einen sehr guten Einzelband ab. Sollten mir die Folgebände nicht gefallen, kann man es auch bei Band Eins belassen.

Fazit: Trotzdem des Perfektionismus bin ich einfach begeistert. Eigentlich hat das Buch dadurch eine große Schwäche, diese wird aber mit dem wundervollen Schreibstil wettgemacht. Obwohl ich mich richtig aufregen könnte, liebe ich diesen Auftakt einer Trilogie.



Aimée Cater wurde 1986 in Michigan geboren, wo sie heute noch lebt. Bereits mit elf Jahren hat sie angefangen, Romane zu schreiben. Sie geht gern ins Kino, spielt mit ihren Hunden und liebt es, jeden Morgen das Kreuzworträtsel in der Zeitung zu lösen.



 

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