(R) Villa des Schweigens

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Autorin: Ulrike Rylance
Preis: 6,95 € (Taschenbuch)
Seitenanzahl: 240
← ©/Verlag: dtv
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Erschienen: 1. Nov '12
Wertung: 4 von 5 Lesekatzen
Leseprobe: *PDF*
Kaufen? erhältlich in deiner Buchhandlung vor Ort






Eigentlich hat Nina die Party nur veranstaltet, um ihre WG-Mitbewohner besser kennenzulernen - jetzt ist Stefans Freundin tot! Selbstmord? Zunächst sieht alles danach aus. Doch dann verschwinden Dinge aus Ninas Zimmer und sie fühlt sich permanent beobachtet. Als sie langsam ahnt, was hier gespielt wird, ist es schon fast zu spät.


Ein Zimmer zu finden hatte ich mir einfacher vorgestellt.




Nina Bachmann hat endlich einen Sommerjob in einer Anwaltskanzlei in Leipzig bekommen. Schnell macht sie sich auf die Suche nach einem Zimmer für ein paar Wochen. Sie könnte bei ihrer Tante Franziska unterkommen, jedoch möchte Nina am Ende nicht auch noch als Babysitterin für die einjährigen Zwillinge herhalten müssen.

Ein Zimmer zu finden, hat sie sich leichter vorgestellt. Schließlich findet sie ein freies Zimmer in einer Villa zu einem angenehmen Preis. Ihr Zimmer ist riesengroß und ihre Mitbewohner scheinen sehr freundlich zu sein, also zieht sie kurz entschlossen ein - zusammen mit ihrem Gecko Billy. In den nächsten Wochen wird sie nun also mit Julius, Claire, Stefan und Benjamin (Ben) zusammenwohnen. Auch Lauren (Stefans Freundin) wohnt sozusagen dort, denn sie verbringt die meiste ihre Zeit in der Villa.

Mit dem Sommerjob kommt sie schnell zurecht, jedoch kommen ihr ihre Mitbewohner dann doch etwas seltsam vor. Wieso redet niemand über Jette - das Mädchen, das ein Auslandssemester in Schottland macht - in dessen Zimmer Nina jetzt wohnt? Plötzlich findet sie kleine Präsente in ihrem Zimmer - Rote Blüten auf ihrem Kissen, Schokolade (einpackt in feines Papier mit eleganten Goldbuchstaben) auf ihrem BettDie "netten" Gesten machen Nina nach und nach große Angst. Als ihre Mitbewohner eine Party schmeißen, findet Nina am nächsten Morgen eine Leiche im Flur ...

Der Anfang war relativ ruhig, doch zur Hälfte wurde es dann richtig spannend. Schließlich gab es ja sogar eine Leiche. Lange musste der Leser mit Nina mitfiebern, wer wohl der Täter ist. Und ich muss wirklich sagen, ich habe es nicht kommen sehen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet - so konnte der Leser sich die einzelnen Personen gut vorstellen - und waren alle tiefgründig beschrieben, so überzeugend, dass der Mörder bis zum Ende unerkannt blieb. Der Schreibstil war auch sehr spannend und fesselnd und ich konnte das Buch teilweise nicht mehr aus der Hand nehmen.

Ich habe etwas länger gebraucht, um mich in die Geschichte einzufinden und erst ab der Hälfte des Romans konnte Ulrike Rylance mich für die Vorkommnisse in der Villa begeistern. Im Großen und Ganzen war es schon ein recht spannender Thriller, jedoch bin ich bei diesem Genre recht empfindlich. Deshalb gibt es von mir nur 4 von 5 Lesekatzen (:





Ulrike Rylance, geboren 1968, studierte Anglistik und Germanistik in Leipzig und London. Sie arbeitete während des Studiums als Assistant Teacher in Wales und in Manchester. Nach dem Studium lebte sie zehn Jahre in London und arbeitete als Deutschlehrerin für Kinder und Erwachsene. 2001 zog sie mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern nach Seattle, USA. Bei dtv junior erschienen ihr Jugendbuchdebüt ›Ein Date für vier‹ sowie der Krimi ›Villa des Schweigens‹.

Bücher von Ulrike Rylance:
 Ein Date für vier (2010)
Villa des Schweigens (2012)
Todesblüten (2012)
Eiskaltes Herz (2013)

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