(R) Das also ist mein Leben

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Autor: Stephen Chbosky
Originaltitel: The Perks of Being a Wallflower
Preis: 12,99 € (Taschenbuch)
Seitenanzahl: 288
← ©/Verlag: Heyne
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Erschienen: September '11
Film: Vielleicht lieber morgen (2012)
Wertung: 5 von 5 Lesekatzen
Leseprobe: *klick*
Kaufen? erhältlich in deiner Buchhandlung vor Ort



Charlie ist sechzehn, er ist in seinem ersten Jahr in der Highschool und hat die Probleme, die man in diesem Alter so hat: mit Mädchen, mit der Schule, mit sich selbst. Zumindest scheint es so zu sein. Doch in den Briefen, die er an einen unbekannten »Freund« schreibt, wird deutlich, dass Charlie eine ganz besondere Sicht auf die Welt hat: Er beobachtet die Menschen um sich herum, fragt sich, ob sie ihr Leben so leben, wie sie es möchten, und versucht verzweifelt, seine eigene Rolle in all dem, was wir Leben nennen, zu begreifen.

Die Romanvorlage zum großen Kinofilm "Vielleicht lieber morgen" mit Emma Watson und Logan Lerman in den Hauptrollen.
Wir wissen nicht, an wen Charlie seine Briefe schreibt. Aber wir wissen, warum er sie schreibt. Denn in seinem ersten Jahr an der Highschool wird er von einer geballten Ladung Leben erwischt: Veränderungen in der Familie, die erste Liebe, neue Freunde, Partys und Drogen, Gefühlszustände, wie er sie vorher nicht kannte, Bücher, von denen er noch nie gehört hatte. In Briefen an einen "Freund", die so berührend wie erhellend, so komisch wie traurig sind, erzählt er von einem Jahr, das sein Leben für immer prägen wird. Und von einem Geheimnis, das ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er ist … Ein tief berührendes Buch über Freundschaft, Liebe und die Frage, was das alles eigentlich zu bedeuten hat – mit „Das also ist mein Leben” hat Stephen Chbosky einen der schönsten Jugendromane aller Zeiten geschrieben.


Lieber Freund, ich schreibe Dir, weil sie meinte, dass Du zuhörst und verstehst
und nicht versucht hast, auf dieser Party mit einer bestimmten Person zu schlafen,
obwohl Du das gekonnt hättest. 


Im Jahr 1991 passieren viele aufregende Dinge in Charlies Leben. Sein erstes Highschool-Jahr wird für ihn unglaublich. Mit seinen 16-Jahren ist er ein sehr seltsamer und sensibler Junge.
Vieles verändert sich, nicht nur sein Leben sondern auch er selbst. Er lernt seine neue Welt nicht nur durch seine zwei neuen Freunde Sam und Patrick kennen, sondern auch durch das Öffnen von sich selbst. Die Phase zwischen Teenager und Jugendlichem ist auch für Charlie kein Zuckerschlecken.

"Sam setzte sich wieder hin und fing an zu lachen. Patrick fing an zu lachen.
Ich fing an zu lachen. Und ich schwöre, in diesem Moment waren wir grenzenlos."
(Seite 57)
Probleme wie Drogen und Sex schwirren in seinem Kopf herum. Er muss sich selbst finden und seinen Platz in der Welt. Am Anfang des Buches erfährt man, wie Charlies damaliger bester Freund Michael ein Jahr zuvor Selbstmord begangen hat und dies hat ihn hart getroffen, denn er hat nicht gemerkt wie schlecht es seinem Freund gegangen sein muss. Das war natürlich ein schwerer Schlag für Charlie und so ist es nicht verwunderlich dass er ein großes Trauma erleidet und seine Mutter ihn schließlich sogar zum Psychologen schickt.
"Hast Du Dich je so gefühlt? Dass Du tausend Jahre lang schlafen willst?
Oder gar nicht mehr existieren willst. Oder Dir einfach nicht bewusst sein willst,
dass Du existierst... Vermutlich ist es krank, sich das zu wünschen,
aber wenn es mir so geht wie jetzt, dann wünsche ich es mir."

(Seite 127/128)

Er wäre nie wieder er geworden, hätte er nicht Sam und Patrick getroffen. Die Stiefgeschwister und er sind beste Freunde. Sam verzaubert Charlie mit ihrer liebevollen Art und ihrer Schönheit, und es ist kein Wunder dass er sich schließlich in sie verliebt.
Jedoch hat Sam ihm schnell bewusst gemacht, dass Sie nicht das gleiche empfindet. Für Sie ist er vorerst immer noch der kleine Junge der langsam erwachsen wird.


"Und so denke ich, dass wir aus ganz vielen Gründen sind, wer wir sind.
Und vielleicht werden wir die meisten davon nie erfahren.
Aber auch, wenn wir uns nicht aussuchen können, woher wir kommen,
können wir doch immer noch wählen, wohin wir gehen.
Wir können immer noch unsere Entscheidungen treffen.
Und versuchen, glücklich mit ihnen zu sein."
(Seite 279)

Patrick ist homosexuell, was Charlie am Anfang gar nicht erst begreift und somit erfährt man im Buch viel über die Beziehungsprobleme bei Homosexuellen. Man konnte gut sehen, wie sie mit solchen Liebessituationen umgehen.

Für viele mag dieses Buch vielleicht langweilig erscheinen, schließlich ist Charlie nur ein gewöhnlicher Junge der erwachsen wird. Jedoch berührt es einen schon sehr wie man sieht wie er langsam anfängt die Welt zu begreifen. Es ist ein wunderschönes Buch und ich hoffe ich werde den Film sehr bald auch mal zu sehen bekommen :)
 



Stephen Chbosky wuchs in Pittsburgh auf und studierte Filmwissenschaft an der University of Southern California. Sein erster Film The Four Corners of Nowhere wurde 1995 auf dem Sundance Film Festival gezeigt, für das Drehbuch zu Everything Divided gewann er zahlreiche Preise. Chbosky lebt in New York. Das also ist mein Leben ist sein erster Roman.

Bücher von Stephen Chbosky:
Das also ist mein Leben (2011)

 
 
"Der Roman ist nicht nur eine Art Liebeserklärung an verschrobene Außenseiter, sondern auch an Bücher an sich." (Heilbronner Stimme )

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